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Zukunftsforschung Zukunftsplanung aktives Zukunftsmanagement Zukunftsgestaltung future management Planung der Zukunft durch Szenarientechnik Szenarienplanung

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Welchen Nutzen stiftet
die Zukunftsforschung?

  1. Werte bestimmen Ziele, Erwartungen und wünschbare Zustände des Unternehmens.
  2. Zukunftsforschung dient als Grundlage aktiver Gestaltung wünschbarer oder als Vermeidung unerwünschter Zustände.
  3. Zukunftsforschung erlaubt die Berücksichtigung qualitativer Impulse und weicher Signale anhand subjektiver, wertbestimmter Einschätzungen und Erwartungen.
  4. Zukunftsforschung hilft Unternehmen, sich im Kontext des Wertewandels zu positionieren und die Akzeptanz der Anspruchsgruppen und damit den nachhaltigen Erfolg zu sichern.



Was ist Zukunfsforschung ?

Zukunftsforschung beschäftigt sich mit der Beschreibung von möglichen oder wahrscheinlichen Entwicklungen der geschichtlich- gesellschaftlichen Wirklichkeit. Sie bedient sich wissenschaftlicher Methoden, um Ordnungen und Gestaltungen sowie deren Konsequenzen für die Menschen in ihren Lebenssituationen zu erkennen. Daneben entwirft Zukunftsforschung Szenarien, Projektionen und Modelle denkbarer, wahrscheinlicher, zukünftiger gesellschaftlicher Zustände als Grundlage für politische Planungen und Entscheide.

Die Zukunft projizieren


Ein zentrales Instrument der Zukunftsforschung bildet die Szenariotechnik. Mit ihr sollen realistische Entwicklungsmöglichkeiten in ferner Zukunft unter unsicheren Rahmenbedingungen aufgezeigt werden. Sie wird insbesondere dort eingesetzt, wo quantitative Prognosemethoden versagen und die Unsicherheiten für Simulationen zu gross sind. Die Szenariotechnik basiert auf der Systemtheorie, die versucht, sich komplexen Systemen sowohl analytisch (Untersuchung der Elemente und ihrer Beziehungen) als auch holistisch (Untersuchung des Gan zen) zu nähern. Sie verwendet hauptsächlich qualitative Informationen und hat kreative als auch analytische Elemente. Die Entwicklung eines Zukunftsszenarios kann vereinfacht in Extrapolation und Retropolation gegliedert werden. Die Extrapolation beruht auf einer Analyse von Daten und Informationen, etwa aus Branchenreports oder Experteninterviews. Damit werden alle Einflussfaktoren definiert und die wesentlichen Trends erfasst, wobei auf die Wechselwirkungen geachtet wird, welche die heute noch schwach ausgeprägten Kräfte in der Zukunft ausüben werden. Auf dieser Grundlage werden unterschiedliche Geschäftsfeldszenarien entwickelt. Ein modulares, schrittweises und rückgekoppeltes, also lernfähiges Vorgehen wird dabei bevorzugt. Innerhalb der Spannweite möglicher Entwicklungen wird eine begrenzte Anzahl von Entwicklungspfaden und Zukunftsbildern (Momentaufnahmen auf den Entwicklungspfaden) herausgegriffen. Diese zeigen auf, was mit welcher Wahrscheinlichkeit passieren wird, wenn bestimmte Ziele umgesetzt werden und welche Entscheide wann dafür getroffen werden müssten. Szenarien sollten ganzheitlich, kreativ-intuitiv, partizipativ und kommunikativ sein und die Funktion eines Frühwarnsystems übernehmen können. Grösstmögliche Stimmigkeit, Stabilität und Unterschiedlichkeit der Grundtypen der Extremszenarien sind dabei Voraussetzung.
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